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Feuerwehren kooperieren

Die Feuerwehren der drei Orte Adorf, Bad Elster und Krásná werden zukünftig noch enger zusammenarbeiten. Das grenzüberschreitende Vorhaben im Rahmen des Kooperationsprogrammes zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020 im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ wird aus Mitteln der Europäischen Union und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt.

Kameradschaftlicher Kegelabend der Feuerwehren

Am 12.05.2017 luden die Kameraden der Feuerwehr Krásná die Kameraden aus Adorf, Bad Elster und Sohl zu einem kameradschaftlichen Abend auf die Kegelbahn nach Asch ein. Mit einem tschechischen Reisebus fuhren wir gemeinsam dorthin. Nach der freundlichen Begrüßung durch den Bürgermeister aus Krásná, Herrn Lubos Pokorny, übergaben die Kameraden der Feuerwehr Adorf eine Spende in Höhe von  10000,- CZK an den Hospiz-Verein Krásnácek. Der Betrag setzt sich aus dem Gewinn der Einnahmen bei der Beteiligung der Adorfer Kameraden am Weihnachtsmarkt in Krásná und einen Betrag aus der Kameradschaftskasse der Feuerwehr Adorf zusammen.

Danach wurden aus den 34 Beteiligten vier gemischte Mannschaften ausgelost, die dann in einem spannenden Wettkampf um jeden Punkt kämpften. Am Ende gab es keinen Verlierer. Alle Beteiligten erhielten einen Preis. Die Kameraden der Feuerwehr Adorf möchten sich auf diesem Wege bei den Gastgebern aus Krásná für den schönen und freundlichen Abend, aber besonders für die hervorragende Bewirtung sowie die Preise und Auszeichnungen recht herzlich bedanken.

  


  

MDR aktuell berichtet über das Projekt

In seiner Nachrichtenausgabe vom 20.04.2017 berichtete der MDR ausführlich über das Feuerwehrprojekt und Adorfs guten Beziehungen zum Nachbarland Tschechien.

Der Beitrag ist in der Mediathek leider nicht mehr einsehar.

 


 

Feuerwehrleute pauken Tschechisch

Werden die Kameraden der Wehren aus Adorf und Bad Elster bald zu grenzüberschreitenden Übungen und Einsätzen ihren Weg ins benachbarte Tschechien antreten, brauchen sie einen Satz nicht mehr zu sagen: „Nemluvím česky!“ (Ich spreche kein Tschechisch). Integriert im grenzüberschreitenden Projekt, sind für die deutschen Kameraden Tschechisch-Sprachkurse. Insgesamt 12 Kurstage á 2 Stunden stehen auf dem „Lehrplan“ der Wehrleute. Bereits nach den ersten Treffen, konnte die Tschechischlehrerin, Frau Jana Petříková, erste Erfolge bei den Kursteilnehmern vernehmen. Dass nach den Sprachkursen alle Kameraden ein perfektes Tschechisch beherrschen, ist wohl eher nicht wahrscheinlich, doch Grundlagen und viele wichtige feuerwehrtechnische Begriffe, welche im weiteren Verlauf des Projektes auch praktisch angewandt werden können, bleiben sicher hängen. In diesem Sinne: „Na shledanou!“.



Feuerwehren treffen sich auf Weihnachtsmärkten

Seit die drei Orte Bad Elster, Krásná (CZ) und Adorf über das gemeinsame grenzüberschreitende Projekt enger kooperieren, werden auch immer öfters gesellige Verbindungen gepflegt. So trafen sich im Sommer die Jugendfeuerwehren der Orte zu einem gemeinsamen Zeltlager in Weidigt. Bei einem Feuerwehr-Gaudiwettbewerb weilten die Kameraden aus Bad Elster und Adorf in Krásná. Dabei kam man sich auch persönlich näher. Ein neuerliches Treffen wurde zu den Weihnachtsmärkten vereinbart. Nachdem am Samstag, den 10.12. eine Abordnung aus Krásná auf unserem Weihnachtsmarkt in Adorf begrüßt werden konnten, beteiligten sich die Kameraden aus Adorf aktiv am Weihnachtsmarkt am Feuerwehr-Gerätehaus in Krásná. Am 18.12. begab sich eine Abordnung mit der großen Klöße-Pfanne nach Krásná. An einem Stand boten die Adorfer Kameraden den Besuchern echte vogtländische "Backene Kließ" und Glühwein an. Die Nachfrage war groß. Es war wieder ein gelungener Beitrag, um die persönlichen Beziehungen der Wehren untereinander zu festigen.

 


 

Was wird im Projekt umgesetzt?

Um dem grenzübergreifenden Hilfsangebot im Einsatzfall auch in der Praxis gerecht werden zu können, sind gemeinsame Übungen notwendig. Hierzu ist zunächst die Kommunikation zwischen den Wehren zu verbessern. Im Einsatzfall müssen Grundkenntnisse bezüglich Einsatzbefehlen vorhanden sein. Deshalb sind Grundsprachkurse in Deutsch und Tschechisch für die Kameraden der beteiligten Feuerwehren notwendig.

Darauf aufbauend wird mit regelmäßigen Übungen sowohl die Kommunikation als auch das Kennenlernen der bei den verschiedenen Wehren vorhandenen Technik verbessert. Gerade im Grenzbereich sind umfassende Waldflächen vorhanden, unterbrochen mit kleinen vereinzelten Bebauungen. Hierzu ist es erforderlich zum einen die beiderseits der Grenze vorhandenen Löschwasserquellen zu kennen und auch das Verlegen von langen Schlaustrecken zur Bekämpfung im Brandfall zu üben.

Um das Ziel der Verbesserung der grenzübergreifenden Hilfeleistung zu erreichen ist die ergänzende Beschaffung von Ausrüstungsgegenständen sowie Einsatzfahrzeugen notwendig. Hierbei wird darauf geachtet, dass ein grenzübergreifender Einsatz von Ausrüstungsgegenständen ermöglich wird. Für die Adorfer Wehr werden folgende Schwerpunkte gesetzt:

Der Gerätewagen-Logistik (GW-L2) soll für ein Tanklöschfahrzeug (TLF) der Marke IFA W 50 als Ersatz beschafft werden. Durch diese Beschaffung soll den gegenwärtigen Anforderungen hinsichtlich der Personalstärke und den komplexeren Einsatzgebieten Rechnung getragen werden. Anders als das jetzige TLF 16 soll die neue Ersatzbeschaffung sowohl der Brandbekämpfung, als auch der technischen Hilfeleistung dienen. Neben einem festeingebauten Wassertank (1000 Liter) gibt es einen großen Logistikbereich. Für die technische Hilfeleistung erfolgt die Beladung von Rollcontainern zur Abdeckung komplexer Einsatzfälle. Die Rollcontainer können mit Gefahrgutausrüstung (Edelstahlauffangbehälter, Öl- und Chemiebinder, etc.), Atemschutzausrüstung und Ausrüstung für Hochwasserschutz (Sandsäcke, Pumpentechnik, etc.) bestückt.

Das Fahrzeug ist durch die Beladung unabhängig von anderen Fahrzeugen einsetzbar und lässt sämtliche Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Fahrzeugen zu. Die Ausstattung mit einer Staffelkabine sorgt für einen effektiven Personaleinsatz, welcher angesichts der Personalsituation an immer größerer Bedeutung gewinnt. Einsatzmöglichkeiten gibt es von der Brandbekämpfung bis zur technischen Hilfeleistungen zum Bespiel bei Verkehrsunfällen. Durch die technische Beladung wird der Heilwasserschutz für den Kurort Bad Elster sichergestellt. Zusätzlich soll für die Kameraden des Fahrzeuges ein Satz neue Einsatzbekleidung angeschafft werden.

Außerdem sollen, abgesehen von den gemeinsamen Schulungen und Übungen, weitere Aktivitäten zwischen den Wehren stattfinden. Die Durchführung von „Tagen der offen Tür“ sei nur als Beispiel erwähnt. Auch in den jeweiligen Jugendbereichen der Wehren soll sich die grenzübergreifende Zusammenarbeit fortsetzen. Jährlich wird dazu ein gemeinsames Jugendzeltlager organisiert. Bereits in diesem Jahr trafen sich die Jungkameraden der Wehren dazu im Adorfer Ortsteil Freiberg.