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Haus der Musik

"Haus der Musik" - das ist der Projektname eines Vorhabens, das bereits vor geraumer Zeit angestoßen wurde, und das aktuell wieder diskutiert wird. Solche Projekte brauchen Zeit, eine Vielzahl zu klärender Details für eine mögliche musikalische Nutzung und zur Finanzierung sind zu klären.

Worum es bei dem Projekt geht, lesen Sie weiter unten. Das ist der aktuelle Stand:

07.03.2017

Die Entscheidung über den künftigen Standort der Musikschule wurde vom Stadtrat noch einmal vertagt. (Zu den Gründen hier...)
Es kristallisiert sich aber mittlerweile heraus, dass das Projekt des Hauses der Musik nicht allein mit dem Einzug der Musikschule steht oder fällt. Die Etablierung eines kleinen Kunst- und Kulturzentrums im Erdgeschoss als gemeinsames Projekt mit der Stadt Asch wird weiterverfolgt. Allerdings ist hier nicht vor Jahresmitte 2018 mit einer posiitven Entscheidung über Fördermittel zu rechnen. Die Nutzung der 3. und 4. Etage durch die bisher bereits dort angesiedelten Bands soll weiterbestehen.
Für die 2. Etage gibt es nun einen "Plan B":
Die Awo hat Interesse daran, mit ihrer mobilen Jugendarbeit ins alte Gefängnis zu ziehen. Die Jugendarbeit könnte ein gutes Verbindungsglied zwischen den verschiedenen Nutzern werden. Zumindest besteht durchaus eine reelle Chance, dass sich auch mit dieser Variante ein lebendiges kulturelles Leben in der Fronfeste entwickelt. Die Entscheidung zum Einzug der Musikschule bleibt abzuwarten.

07.02.2017

Mit dem künftigen Standort der Musikschule beschäftigte sich der Stadtrat in seiner gestrigen Sitzung. Die Entscheidung hat maßgeblichen Einfluss darauf, ob das Konzept des "Hauses des Musik" in der alten Fronfeste erfolgreich weiter vorangetrieben werden kann.

  • Die erste Frage ist: Macht es Sinn, die Musikschule vom bisherigen Domizil in der Zentralschule (was ursprünglich nicht als Dauerlösung angedacht war) in die sanierte Fronfeste zu verlagern? Beide Varianten haben Vor- und Nachteile, welche Musikschulleiter Michael Hiller sowie Kati Stein als Geschäftsführerin der Adorfer Wohnungsgesellschaft (Eigentümer der Fronfeste) aus jeweils ihrer Sicht den Stadträten vortrugen.

    Michael Hiller erklärte eingehend die aus Musikschulsicht ungenügenden Räume und nicht ausreichenden Platzverhältnisse (teils bei Unterrichtszimmern, aber insbesondere die geringe Größe des Veranstaltungsraumes). Doch er wies auch darauf hin, dass die Bedingungen in der Zentralschule ebenfalls nicht optimal seien.

    Kati Stein erläuterte ausführlich sämtliche bisher im Interesse der Musikschule vorgenommenen Umplanungen und die dadurch geplanten Anbauvarianten an das alte Gebäude der Fronfeste. Außerdem wies sie auf die positive Entwicklung für das kulturelle Geschehen durch das Projekt "Haus der Musik" hin, das großes Potenzial habe.
  • Die zweite Frage ist: Wie geht es mit der Fronfeste weiter, sollte die Musikschule nicht einziehen? Ist das ganze Konzept in Gefahr? Nicht unbedingt..., aber eine verbindliche Antwort darauf kann man im Moment seriös nicht geben. Knackpunkt ist einerseits, dass die Sanierung nur funktioniert und in Angriff genommen werden kann, wenn dauerhaft jemand im Objekt eingemietet ist. Ein kleinerer Teil der Fördermittel ist bereits bewilligt, es wäre zu entscheiden, wie es damit weitergeht. Die notwendige Anzapfung weiterer Fördermittel, gemeinsam mit der Stadt Asch, hängt im Moment in der Schwebe. Hier sind aber weniger inhaltliche Gründe des Projekts ein Problem, sondern die zwischenzeitliche Ausschöpfung des betreffenden Fördertopfes. Fakt ist, dass die Wohnungsgesellschaft die Eigenmittel für eine Sanierung ohne dauerhafte Mieteinnahmen nicht aufbringen kann. Die Musikschule wäre dieser Mieter (gewesen?). Die Alternative wäre die Nutzung und Einmietung eines anderen Partners - der jedoch noch gefunden werden müsste. Gedanken dazu gibt es, aber mehr können wir im Moment noch nicht dazu sagen.

Die Diskussion dieser Punkte einschließlich der Kostenseite und die endgültige Entscheidung bleiben einer Sondersitzung des Stadtrates vorbehalten, welche Ende Februar stattfinden soll. Der genaue Termin wird noch bekanntgemacht.

Juni 2016

Es geht um die Belebung eines historischen Objektes in der Innenstadt: die ehemalige Fronfeste. Seit über zwei Jahren ist das alte Stadtgefängnis Domizil mehrerer junger Musikbands, die dort kostengünstig Proberäume bekommen und diese im Gegenzug in Eigenregie für ihre Zwecke umgestaltet haben.

Das ist eine schöne Sache, doch die Adorfer Wohnungsgesellschaft als Eigentümerin und die Stadt haben mehr mit dem alten Gebäude im Sinn: die Sanierung des Gebäudes und eine breitere Nutzung für kulturelle Zwecke, insbesondere die Musik.

  • Ein erster Schritt wurde nun geschafft, die ersten Gelder für Baumaßnahmen wurden bewilligt, und zwar aus dem Denkmalfonds des Bundes. Die Genehmigung der ebenfalls beantragten Fördermittel aus dem sächsischen Denkmalschutzfonds steht noch aus. Die Mittel werden zunächst in die Sanierung von Dach, Fenster, Fassade und die Trockenlegung gesteckt. Verbaut werden muss das Geld nicht dieses Jahr, sondern erst bis Ende 2017.
  • Das ist auch gut so, denn aus dem ganzen Projekt kann nur etwas werden, wenn weitere Finanzierungsquellen angezapft werden. Die Innensanierung und vorgesehene Anbauten im Erdgeschoss, die für eine optimale Nutzung erforderlich sind, werden weitere hohe Beträge erfordern, um das Haus mit Leben zu erfüllen. 
  • Die Sanierung ist das eine, die spätere Nutzung das andere. Neben den Proberäumen für Bands soll im Erdgeschoss ein größerer Raum entstehen, in dem kleinere Veranstaltungen stattfinden können - vorzugsweise natürlich musikalischer Art. Ein weiteres Thema ist die Überlegung, die Musikschule in das Haus zu integrieren, die mittlerweile in der Zentralschule ihren Sitz hat, was jedoch nicht als Dauerlösung angedacht war. Hier ist noch etliches zur Nutzung ungeklärt, nicht zuletzt auch die Finanzierung der notwendigen Arbeiten im Obergeschoss.
  • Im Moment laufen Abstimmungen mit der Stadt Asch, die ebenfalls ein größeres Projekt mit ihrer Musikschule vorhat und ein Musik- und Kulturzentrum errichten will. Für ein gemeinsames Vorgehen sind hier bis September die nächsten Anträge einzureichen. Gleichzeitig prüft die Stadt weitere Finanzierungsmöglichkeiten über andere Töpfe.
  • Unverzichtbarer Projektpartner ist auch das Kulturwerk Adorf, mit dem nutzungsseitig eng zusammengearbeitet werden soll und das bereits tüchtig am Organisieren ist.

Einen Vorgeschmack darauf, was junge Musiker auf die Beine stellen können, konnte man am letzten Juniwochenende 2016 in Adorf auf dem Platz hinter der Turnvater-Jahn-Halle erleben: Das dreitägige Adorfer Open Air, zu dem mehr als 20 Bands anreisten und den Gästen und Freunden von Rock-, Metal- und Punkmusik tolle Live-Erlebnisse geboten haben. Eine Neuauflage des Adorfer Open Airs wird es im Juni 2017 geben!
www.aoa-vogtland.de