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Vortragsreihe Depressionsgefährdung

Stadt und Kirchgemeinde möchten das oftmals noch tabuisierte Thema Depressionen und Suizidgefährdung aufgreifen und offen damit umgehen. Es gibt auch bei uns Menschen, die mit ihrer aktuellen Lebenssituation zu kämpfen haben, sich viel Sorgen machen oder sich Ängsten ausgesetzt fühlen.

Dauerhafte Angstgefühle können zu Depressionen führen, dauerhafte Depressionen können im schlimmsten aller Fälle tödlich sein. Das mussten wir dieses Jahr auch mehrfach in Adorf erfahren. Stadt und Kirchgemeinde möchten das oftmals noch tabuisierte Thema Depressionen und Suizidgefährdung aufgreifen und offen damit umgehen.

Zusammen haben wir das Konzept einer kleinen Vortragsreihe erarbeitet, um in Adorf ein Angebot für Menschen, die selbst damit zu kämpfen haben, oder auch für Angehörige oder Freunde von depressionsgefährdeten Menschen zu machen.

Die nächste Veranstaltung dazu findet am 25.01.2018 um 19.30 Uhr im Seniorenhaus Sonnengarten, Am Alten Acker 50, statt. Wir konnten Herrn Pfarrer Rainer Zaumseil als Referenten bzw. als Gesprächs- und Diskussionspartner gewinnen.

Er ist Jahrgang 1961, arbeitet neben der pfarramtlichen Tätigkeit in Rosenbach/V. im Helioskrankenhaus Plauen als Seelsorger mit den Schwerpunkten in der Psychiatrie und auf der Palliativstation. Herr Pfarrer Zaumseil ist ebenfalls ausgebildeter Notfallseelsorger und bildet Ehrenamtliche im seelsorgerischen Besuchsdienst aus. Er ist Mitglied des Diakonischen Rates in Sachsen und Geschäftsführer der Diakonie Schwarzbachaue gGmbH, welche das Seniorenheim Sonnengarten betreibt, in dem dieser Abend stattfindet.

Zaumseil: „In meinem Beruf habe ich viele Menschen begleitet, welche durch Suizid einen geliebten Menschen verloren haben und rede immer wieder mit Menschen, die einen Suizidversuch hinter sich haben. Die vom Betroffenen oft wahrgenommene Ausweglosigkeit ist ein Gefühl, dem mit Ressourcen aus seinem Leben begegnet werden kann und damit neue Lebensperspektiven entdeckt werden können.“

Uns ist bewusst, dass es sicher Überwindung kostet. Aber wir hoffen, dass Angehörige oder Betroffene den Weg und die Teilnahme an diesem Angebot nicht scheuen.

Mehr zum Thema:
Aktuelle Studie der Stiftung Deutsche Depressionshilfe