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Erlebniszentrum Perlmutter

Im Perlmutter- und Heimatmuseum Adorf wurde seit über 25 Jahren eine in Deutschland einmalige Sammlung aufgebaut, im Rahmen der Möglichkeiten geforscht und dies seit 2008 ansprechend präsentiert. Die drei Abschnitte Lebensweise der Flussperlmuschel, vogtländische Perlenfischerei und Adorfer Perlmutterwarenherstellung geben einen interessanten Einblick und vermitteln Zusammenhänge in das für ein Mittelgebirge doch besondere Thema „Perlmutter“. Nun denkt die Stadt an eine Erweiterung.

Projektinhalt

Es handelt es sich um DAS touristische Großprojekt der Stadtentwicklung und zur Innenstadtbelebung der nächsten Jahre. Wir konzentrieren uns hier völlig auf das Alleinstellungsmerkmal Perlmutter. Inhalt ist die Erweiterung unseres Heimat- und Perlmuttermuseums zu einem Perlmutter-Erlebniszentrum, wir planen mit ca. 10.000 Besuchern im Jahr. Die bisher sehr beengten Räumlichkeiten im Freiberger Tor erfüllen unseren Anspruch nicht mehr und werden den steigenden Besucherzahlen nicht mehr gerecht. Geplant ist die Sanierung des denkmalgeschützten, von Verfall bedrohten Hauses Graben 2 und die Schaffung eines modernen Verbindungsbaus zwischen den beiden Gebäuden, einschließlich barierrefreiem Zugang. Die Ausstellungskonzeption soll massiv überarbeitet und erweitert werden und sich auf drei wesentliche Aspekte beziehen: Flussperlmuschel (Lebensraum und Bedeutung), Perlenfischerei und die spätere Perlmutterverarbeitung. Es werden Freiräume für Museumspädagogik und die Unterbringung von Depots entstehen. Das Freiberger Tor soll als Bereich für das Heimatmuseum erhalten bleiben. Dieses Großprojekt wurde im Jahr 2016 in einer Machbarkeitsstudie entwickelt und mit einem Rahmen von damals 3,2 Mio. € eingeschätzt.

Projektfilm

Das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie zur Errichtung eines Erlebniszentrums Perlmutter aus dem Jahr 2016 wurde in einem wunderbaren Projektfilm zusammengefasst, der auch einen guten Eindruck allgemein von der Stadt vermittelt.

Nähere Informationen zur Studie folgen hier:

13.12.2016

Die in der Stadtratssitzung vom Büro IdeenFinden vorgestellte Studie stieß auf sehr positive Resonanz bei den Stadträten. Die einhellige Meinung war, dass die denkbare Museumserweiterung zu einem "Erlebniszentrum Perlmutter" die Stadt und auch die Region nur voranbringen könnten. Neben touristischen Auswirkungen gilt dies insbesondere auch unter dem Aspekt der Innenstadtbelebung. Durch seine unmittelbare Nähe zum Markt ließen sich diese beiden Dinge gewinnbringend verknüpfen.

Bestandteil der Studie ist auch ein Projektfilm. An dieser Stelle wollen wir etwas tiefer ins Detail gehen und Ihnen wesentliche Punkte der Studie näherbringen, damit auch Sie eine Vorstellung bekommen. Das Museum könnte auf das sanierungsbedürftige Haus Graben 2 erweitert werden. Die beengten Platzverhältnisse im Freiberger Tor führen bei stetig steigenden Besucherzahlen schon teilweise zu grenzwertigen Situationen, die den Ausstellungen nicht gerecht werden. Die Erweiterung auf das zusätzliche Gebäude würde Platz schaffen und eine Konzentration auf das einzigartige Thema Perlmutter ermöglichen. Zudem würde ein historisch wertvolles Baudenkmal vor dem Verfall gerettet.

Zunächst zu den baulichen Aspekten:

  • Die Baulücke zwischen dem Freiberger Tor und dem Gebäude Graben 2 würde durch einen modernen Glasverbindungsbau geschlossen. Hier könnten die Kasse, Räume für Garderoben, Toiletten, Shop untergebracht werden. Der Verbindungsbau würde eine Querverbindung zur oberen Etage des Freiberger Tores ermöglichen. Die Stadtmauer soll sichtbar bleiben.




    Ob nur das 2. oder auch das 3. Obergeschoss erschlossen werden, wäre zu prüfen und hängt von mehreren Faktoren ab. Der Verbindungsbau selbst soll maximal so hoch sein, wie für die Erschließung des Freiberger Tores nötig ist.
  • Das Gebäude Graben 2 würde zweckentsprechend saniert und bewahrt werden. Decken und Wände würden teilweise offen gestaltet. Den aktuelle Zustand innen sieht man auf diesen Fotos (OG, DG):
     
  • Die geltenden Bauvorschriften machen die Errichtung eines Aufzuges und einer Fluchttreppe unabdingbar. Durch den Aufzug, der direkt an der rechten Seite des Gebäudes Graben 2 zu errichten wäre, können alle Ausstellungsebenen barrierefrei erreicht werden. Das gilt auch für das Obergeschoss des Freiberger Tores.

In dem großräumigen Gebäude wäre eine völlig neue Ausstellungskonzeption möglich. Über mehrere Etagen könnte den drei Themenbereichen Flussperlmuschel, Perlenfischerei und Perlmutterverarbeitung nicht nur angemessener Platz, sondern auch eine moderne Aufbereitung dieses einzigartigen Themas gewidmet werden. Für die Arbeit in der Museumspädagogik wäre viel mehr Raum. Im Freiberger Tor könnte der Ausstellungsteil des Heimatmuseums überarbeitet werden.

Zu den Gedanken einer möglichen Ausstellungskonzeption im Graben 2, erarbeitet von Ulli Koller, im Einzelnen:

  • Die Erschließung der Ausstellung erfolgt von oben nach unten. Es werden nicht nur Perlmutterexponate ausgestellt. Vielmehr widmet sich jede Etage den einzelnen Themenbereichen. Der Besucher begibt sich also auf eine Reise in das Innere einer Muschel. Die Etagen werden dabei offen gestaltet. Über alle drei Etagen wird ein speziell gestaltetes Ausstellungsregal geführt.
  • Es bestünde die Möglichkeit, interaktive Ausstellungsbestandteile einzurichten. Auf diese Art soll das Thema viel greifbarer für den Besucher werden und eine viel größere Anziehungskraft entfalten, als dies mit einer herkömmlichen Ausstellung gelingt.
  • Die Ausstellung soll komplett zweisprachig gestaltet werden.

Folgende Grafiken verdeutlichen die Ansätze einer denkbaren Ausstellungskonzeption.

Regionale Aspekte:
Es wurde Abstimmung mit der tschechischen Gemeinde Roßbach getroffen, die dort vorhandenen touristischen Ansätze in Bezug auf die Flussperlmuschel mit dem Adorfer Projekt zu koppeln.

Die Entwicklungsstudie hat drei Funktionen: Zum einen soll sie der Stadt helfen eine Entscheidung zu treffen, ob ein derartiges Projekt überhaupt denkbar wäre und weiterverfolgt werden soll. Zum anderen soll ein grober finanzieller Rahmen ermittelt werden. Dieser liegt geschätzt bei ca. 2,8 Mio. € zzgl. Planungskosten. Das ist sehr viel Geld, auch sind natürlich Folgekosten damit verbunden. Allerdings will sich die Stadt intensiv darum bemühen, gute Ideen und Entwicklungsvisionen nicht von vornherein am Geld scheitern zu lassen. Dies bekräftigten auch die Stadträte. Vielmehr gilt es nun, zu einer einmütigen Meinung zu kommen und auf die Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten zu gehen. Dazu soll die Entwicklungsstudie ebenfalls dienen. Um Fördermittelgeber von der Bedeutung des Projektes für die Stadt und die grenznahe Region zu überzeugen, wurde daher neben der Studie an sich auch ein ansprechender Projektfilm fertiggestellt.

Den Projektfilm können Sie hier sehen.

Ein derartiges Projekt kann sicher nicht in den nächsten zwei, drei Jahren umgesetzt werden. Aber die Stadt denkt und plant langfristig, um ihre Ziele Innenstadtbelebung, Aufwertung touristischer Höhepunkte und die Steigerung der Lebensqualität in Adorf zu erreichen. Die Studie ist ein weiterer Schritt dahin.

25.11.2016

Die nun fertiggestellte Entwicklungsstudie betrachtet Ausstellungskonzeptionelle, architektonische und stadtplanerische Aspekte und Möglichkeiten eines Erweiterung und inhaltlichen Weiterentwicklung unseres Perlmutter- und Heimatmuseums und zeigt verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten mit Hilfe von Fördermöglichkeiten auf. In der Stadtratssitzung am 05.12.2016 wird die Studie nun vorgestellt. Sie besteht aus einem schriftlichen Konzept, das in einer Präsentation ausführlich erläutert wird und einem Projektfilm. Wenn Sie das nicht verpassen wollen, dann kommen Sie um 18.00 Uhr zur Sitzung im Ratssaal des Rathauses Markt 1.

September 2016

Die begrenzte räumliche Situation führte dazu, über Erweiterungen nachzudenken. Im Ergebnis dessen bearbeiten die Verantwortlichen nun seit dem 01.06.2016 im Rahmen der Kleinprojekteförderung der EUREGIO EGRENSIS eine Entwicklungsstudie „Perlmutter-Museum im Dreiländereck“. Als Partner fungiert die Mikroregion Ascher Ländchen.

In dieser Studie sollen inhaltliche und bautechnische Fragen für einen möglichen Erweiterungsbau (Nachbargebäude Graben 2 einschl. Verbindungsbau zum Museum) geklärt werden. Zum einen laufen umfassende Recherchen zu diesem komplexen Thema Perlmutter, zu tschechischen Partnern und zu diesbezüglichen Exponaten. Damit sollen Erkenntnisse gewonnen werden, ob das Thema genügend Inhalt bereithält, um auch die Regionen Böhmen und Bayern künftig in Adorf mit darzustellen. Mit der bautechnischen Seite sucht man nach Lösungen der räumlichen Umsetzung. Mehrere Beratungen und Gespräche wurden dazu schon geführt. Aktuell wird an architektonischen Planungsskizzen und der Projektskizze zur Ausstellungskonzeption gearbeitet. Parallel dazu laufen die Aufnahmen für einen kleinen Projektfilm, der später zur besseren öffentlichen Kommunikation genutzt werden soll.

Ziel des Projektes ist es, Erkenntnisse und Entscheidungsgrundlagen zu erhalten, ob eine räumliche und inhaltliche Erweiterung des bisherigen Museums mittels sinnvoller Nutzung des Nachbargebäudes und damit einer wichtigen Innenstadtbelebung machbar ist.