Skip to content

Heute vor 200 Jahren ...

... am 25. Januar 1826 wurde das erste Adorfer Schützenhaus eingeweiht.

Etwa anderthalb Jahre zuvor hatte der sächsische König, Seine Majestät Friedrich August, den Bau eines Schützenhauses in Adorf genehmigt.

Leider war dem Bau keine allzu lange Lebensdauer beschieden: 1872 brach ein Feuer aus und vernichtete das Gebäude. Darauf entstand dann das heutige Schützenhaus. Viele Jahrzehnte war es ein Tanzlokal mit Gastronomie, mit dem die Jugenderinneriungen unzähliger Adorfer verknüpft sind. Viele Vereinsveranstaltungen fanden hier statt, ebenso größere Familienfeiern wie Hochzeiten.

Mangels Wirtschaftlichkeit wurde das Schützenhaus im Juni 2016 von den letzten Eignern, der Adorfer Familie Lorenz, geschlossen. Im Jahr 2017 sind buddhistische Mönche in das Gebäude eingezogen und haben dort ein Meditationszentrum eingerichtet.

 


Heute vor 81 Jahren, am 25. Januar 1945, fuhr gegen 20 Uhr abends ein mit Juden besetzter Transportzug durch Adorf. Etwa zwei Stunden später gegen 22 Uhr werden zwischen den Gleisen zwei Leichen gefunden. Es handelte sich um jüdische Häftlinge, einer trug eine Gefangenen-Nr. am Mantel. Woher oder wohin dieser Transport erfolgte, darüber ist nichts bekannt. Lediglich die beiden Toten wurden im Standesamt Adorf dokumentiert.

Exakt drei Jahre zuvor, am 24.01.1942, hatte die hochrangige Führung der NSDAP auf der Wannseekonferenz die organisatorische Durchführung der Deportation und Vernichtung aller Juden im Deutschen Reich beschlossen.

Über die Geschichte der Juden im Vogtland und u.a. auch der in Adorf ansässigen Familie Wachtel schreibt Werner Pöllmann in seinem Buch "Verstreut unter allen Völkern".