Heute vor 393 Jahren ...
... am 26. Februar 1632 (der Dreißigjährige Krieg befand sich in seinem 24. Jahr), kam die Stadt zum ersten Mal hautnah mit dem Kriegsgeschehen in Berührung.
"Vormittag kehrte ein Trupp kaiserlicher Reiter in Adorf ein. Im unteren Gasthof (d. h. im "Löwen") nahmen sie Quartier, ließen sich einen Tisch vor demselben in die Mitte des Marktes bringen und vertranken dort bald für 8 Florin Wein. An wilden Ausbrüchen und Mutwillen fehlte es nicht. Sie feuerten ihre Schießgewehre ab, wagten im Pferdestall Feuer anzulegen und schossen einen Schuhknecht an, der zwei Tage darauf verstarb. Dies war das Zeichen zum Aufbruch der Bürger, die Sturmglocke wurde gezogen und auch die Stadtwachen schlugen Lärm. Noch ermahnte der Stadtwachmeister Rothschütz die ungebetenen Gäste, sich ruhig zu entfernen. Aber der Zulauf an mit Knitteln, Stangen, Spießen und Feuerröhren bewaffneten Bürgern war unterdessen nur größer geworden. Mit Gewalt drangen die Bürger in den Pferdestall des Gasthofes ein, um das Feuer zu löschen. Es entbrannte der heftigste Straßenkampf, der darin endete, dass die Reiter die Flucht ergriffen, nachdem es auf beiden Seiten Tote gegeben hatte."
(Schilderung nach Eduard Krenkel)
Diese Kämpfe sollten jedoch erst ein kleines Vorspiel dessen sein, was die Stadt und die umliegenden Güter im weiteren Verlauf dieses und des nächsten Kriegsjahres erwartete. Bereits wenige Monate später - im Juni - sollte es richtig ernst werden.
Weitere Ereignisse am 26. Februar:
Heute vor 570 Jahren, am 26. Februar 1455, erwarb die Stadt das (Alte) Schloss Schönfeld als "Stadtgut auf ewige Zeiten", wie es in der überlieferten Urkunde heißt.
Die Stadt erwarb zusammen mit dem Alten Schloss in der Zeidelweide reichen Grundbesitz der Adelsfamilie von Neuberg (heute: Podhradi).
Das Schloss bzw. die zugehörige Siedlung wurden später verlassen und wüst. Seit dem Jahr 1939 ist das Alte Schloss Schönfeld, von dem keine Mauern mehr zu sehen sind, ein geschütztes Bodendenkmal. Es ist Bestandteil des Naturlehrpfades Zeidelweide.