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Rebersreuth

Rebersreuth ist ein idyllisches, steil ins Elstertal abfallendes ehemaliges Waldhufendorf, das sich an die Steigung des Berges schmiegt. Wenn man auf der Durchreise ist, fallen einem die "'Felsenkurve" und der beliebte Imbiss an der Bundesstraße auf - man sieht jedoch nur einen kleinen Teil von Rebersreuth. Erst auf den zweiten Blick, den man sich bestenfalls zu Fuß oder mit dem Rad gönnen sollte, nimmt man liebenswerte Kleinigkeiten wahr, die ein typisches obervogtländisches Dorf kennzeichnen.

  • Das Milchhäusel, das bis vor wenigen Jahren noch als solches genutzt wurde, steht mitten auf dem Dorfplatz und ist dank Wolfgang Adler in einem sehr guten Zustand. Das war nicht immer so, wie man auf alten Fotos sehen kann. Früher brachten die Bauern im Handwagen oder sonstigen Transportmitteln (im Winter auf dem Schlitten) ihre frisch gemolkene Kuhmilch in Milchkannen zum Milchhaus. Auf der Milchrampe standen die Kannen fein säuberlich aufgereiht nach Namen und Nummer der liefernden Bauern. Die letzte Milchkanne wurde im Jahr 2010 von einer regionalen Molkerei abgeholt.

    Heute dient das alte Milchhaus und seine Umgebung den Kindern als Spielplatz. Eine Bank unter der neu gepflanzten Linde lädt zum Verweilen und Ausschau halten ein, auf der Anschlagtafel ist das neueste aus Rebersreuth, Adorf und den anderen Ortsteilen zu lesen.
  • Der Elsterradweg, der 2013 neu ausgebaut wurde, führt auch durch Rebersreuth. Die Streckenführung verläuft aus Richtung Adorf kommend über die Alte Straße, den Dorfplatz und die Eichigter Straße in Richtung Loch und Hundsgrün.

Dorfleben

  • Im Rebersreuther Ortschaftsrat setzen sich Wolfgang Adler, Felicitas Herrmann und Frank Puggel für die Belange des Dorfes ein.
  • Im Jahr werden in der Regel drei Feste im Dorf gefeiert: Besenbrennen, ein Sommerfest und im Winter entweder das Weihnachtsfest oder im Januar das "Stärke antrinken". Ein Team von 10 Leuten bereitet die Feste gemeinsam vor (und hat viel Spaß dabei).
  • Das ehemalige Feuerwehrhäuschen wurde vor einigen Jahren von etlichen aktiven Rebersreuther Bürgern mit Unterstützung der Stadt saniert und auf Vordermann gebracht und wird als Treffpunkt und Versammlungsort genutzt. Viele alte Fotos an den Wänden erinnern an Stationen der Rebersreuther Dorfgeschichte.

Historisches

  • Im Jahr 1328 wurde Rebersreuth erstmalig urkundlich erwähnt (1378 als "Rabynsrut"). Bereits im Jahr 1542 verfügte der Deutsche Ritterorden Adorf - neben dem Amt Voigtsberg sowie dem Rittergut Jugelsburg und der Pfarrei Eichigt - über Grundherrenrechte in Rebersreuth.
  • Auch wenn bereits in vorherigen Jahrhunderten von den Venetianern nach Perlmuscheln gesucht worden war: Ein Rebersreuther Bauer soll es gewesen sein, der im Jahr 1566 die erste Elsterperle fand - ein Fund mit weitreichenden Folgen! Ein Jahr später, 1567, ließ Kurfürst August von Sachsen die Perlenfischerei zum kürfürstlichen Hoheitsrecht erklären. Später gab es sogar das Amt eines Kurfürstlichen Perlenfischers, welches die Familile Schmerler aus Oelsnitz über viele, viele Generationen inne hatte. In Adorf entwickelte sich ab dem 18. Jahrhundert eine regelrechte Perlmutterindustrie. Hier können Sie mehr zur Geschichte der Perlenfischerei und Perlmutterverarbeitung in Adorf lesen. Oder besuchen Sie doch gleich unser Perlmutter- und Heimatmuseum und bewundern Sie die größte museale Perlmuttersammlung Deutschlands. www.museum-adorf.de
  • Seit 1582 gehörte das Dorf kirchlich zu Adorf. Kurz hinter Rebersreuth, wenn man die Eichigter Straße in Richtung Loch geht, befand sich jahrhundertelang die Grenze der Bistümer Regensburg, Bamberg und Naumburg. Die Stelle soll künftig wieder kenntlich gemacht werden: an dem historischen Punkt soll für die "Tour der Steine", einen "grenzenlosen Wanderweg" entlang markanter alter sächsischer und böhmischer Grenzpunkte und Gedenksteine rund um Eichigt, wieder ein Grenzstein aufgestellt werden. (geplant 2013)